
Auch wenn es anders geht – ein gründlicher Check ist das A und O beim Autokauf. Dies gilt insbesondere für Gebrauchtwagen. Auch wenn man natürlich aus dem Gefühl heraus ein Auto kaufen kann, geht man nur dann auf Nummer sicher, wenn man das Fahrzeug gründlich auf Herz und Nieren geprüft hat. Das gilt nicht nur für die Optik. Auch von unten ergeben sich aufschlussreiche Einblicke.

Um zu sehen, ob der verlangte Kaufpreis für ein Auto auch realistisch ist, kannst du das Angebot vom Gebrauchtwagenhändler oder der Verkaufsanzeige mit dem angegebenen Preis in der Schwacke-Liste vergleichen. Dann weißt du schnell, wo der Hase lang läuft und ob der Preis für den Gebrauchten deiner Wahl auch gerechtfertigt ist.

Wenn man etwas zum ersten Mal tut, wird man leicht übers Ohr gehauen. Dies gilt auch für Fahranfänger, die ihr erstes Auto kaufen. Verführerische Angebote, bei denen ein Vertrag per Handschlag abgeschlossen werden soll, sind ein Alarmsignal. Wenn sich nach dem Kauf herausstellt, dass das Auto gravierende Mängel aufweist oder man das Fahrzeug trotz Bezahlung gar nicht erhält, dann hat man ohne schriftlichen Kaufvertrag keinerlei Handhabe gegen den Verkäufer.

Wenn der Führerausweis bestanden ist, dann geht es zur Bank. Mit dem Gesparten in der der Tasche landet man beim Gebrauchtwagenhändler und ist einem Traum ganz nahe: Das erste eigene Auto. Ob das nun ein cooler Schlitten oder “nur” ein fahrbarer Untersatz ist, ist oft gar nicht so wichtig. Prüft man das Angebot, dann findet man bei vielen Gebrauchtwagenhändlern auch Fahrzeuge, die nach einem Unfall in der Fachwerkstatt komplett wieder hergestellt wurden.

Ein Autokauf ist immer auch eine finanzielle Entscheidung. Welches Auto man wählt, hängt davon ab, was man sich leisten kann. Wenn man fleißig gespart hat, dann schafft man es im Optimalfall, das Fahrzeug komplett aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Ist dies nicht der Fall, dann kann ein Kredit helfen, mit dem der Wagen entweder teilweise oder auch gänzlich bezahlt wird.

Sobald Du Deinen Führerausweis bestanden hast, willst du natürlich auch ein eigenes Auto. Doch bevor es soweit ist, gibt es noch eine große Hürde zu überwinden – Das Verkaufsgespräch. Du musst – vor allem wenn es ein Gebrauchter sein soll – mit einigen Privatverkäufern und Händlern sprechen, bis Du in Dein erstes eigenes Traumauto einsteigen und losfahren kannst.

Da hat man für viel Geld den Führerschein gemacht, jetzt fehlt nur noch das eigene Auto, aber im Geldbeutel ist Ebbe. Das ist oft so. Entweder reicht die Kohle gerade eben für den Führerschein oder man könnte sich ein Auto dafür kaufen, aber dann nicht mehr den Führerschein machen.

Im Internet gibt es nichts, was es nicht gibt – als potentieller Käufer findet man hier viel Nützliches und Sinnvolles und ebenso viele Dinge, die kein Mensch braucht. Autos gehören eher zu der ersten Kategorie und so macht es durchaus Sinn, das Netz gründlich nach dem passenden Fahrzeug zu durchforsten. Vor allem dann, wenn man schon weiß, was man will, erhält man jede Menge Ergebnisse und findet vor allem auch Fahrzeuge, die nicht beim Händler um die Ecke stehen, sondern weiter entfernt sind. Das kann hilfreich sein, wenn man nach einem nicht so häufig erhältlichen Fahrzeug sucht oder eben den günstigsten Preis herausfinden möchte.

Man kann ein Auto über eine Zeitungsanzeige, über eine kostenlose Kleinanzeige im Internet oder über eines der Portale für Auktionen kaufen. Eine weitere Möglichkeit das richtige, im Preis erschwingliche Fahrzeug zu finden, bietet der Gebrauchtwagenhändler. Die meisten von ihnen sind seriöse Verkäufer, die in der Regel auch bis zu sechs Monaten Garantie auf den neuen Gebrauchten geben. Ein ordnungsgemäßer schriftlicher Vertrag wird abgeschlossen und die Grundlage des Verkaufspreises ist die Schwacke-Liste, bei der man bereits selbst vor dem Kauf den angemessenen Fahrzeugpreis nachschlagen kann. Hat man sein Traumauto schon gefunden oder weiß zumindest, welches Modell man möchte, dann findet man dort die entsprechenden Informationen.

Für Fahranfänger mit schmalem Budget liegt der Kauf eines Neuwagens meist in weiter Ferne. Alternative Angebote findet man dann auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Aber Vorsicht – nicht jeder Händler ist seriös und meint es wirklich ehrlich mit seinen Kunden. Pluspunkt für einen Gebrauchtwagenhändler ist jedoch die Tatsache, dass man meist sechs Monate Garantie auf den gekauften Gebrauchtwagen bekommt. Die Garantie gilt ab Kaufdatum, schließt aber meist nur bestimmte Teile des Fahrzeuges ein. Welche das genau sind, kann man in den Garantiebedingungen nachlesen, die man vor dem Unterschreiben des Kaufvertrages sorgfältig lesen sollte.

Als Fahranfänger kommt man gar nicht mal so selten in die Situation, dass man ein Fahrzeug von Freunden oder Verwandten angeboten bekommt. Eine schöne Möglichkeit, an einen Gebrauchtwagen zu kommen. Pluspunkt ist hier oft, dass man das Fahrzeug schon kennt, vielleicht auch schon einige Male mitgefahren ist.

Der Führerausweis ist bestanden – endlich! Du bist nun ziemlich gut auf das Führen eines Fahrzeuges im öffentlichen Straßenverkehr vorbereitet. Allerdings gehört zu einem erfahrenen Fahrzeughalter noch mehr, als nur die Tatsache, dass du ein Auto sicher durch die Straßen lenken kannst. Was sonst noch wichtig ist, lernt man allerdings meist nicht in der Fahrschule, sondern nur durch eigene Erfahrungen. Viele Dinge werden auch in der Fahrschule gar nicht oder nur ganz am Rande angesprochen.

Nachdem man sich gründlich Gedanken über die eigenen Finanzmittel gemacht hat (siehe auch: Wie teuer darf das erste Auto sein – Finanzcheck vor dem Kauf), weiß man meist auch, ob man sich einen Neuwagen leisten kann oder ob doch nur für den Gebrauchten reicht.

Ein gebrauchtes Auto zu kaufen, hat Vorteile, aber birgt auch immer die Gefahr von bösen Überraschungen, die Dir die scheinbar so seriösen Verkäufer hinterlassen. Gerade Fahranfänger werden zu gern übers Ohr gehauen, sind sie doch meist durch ihre Unerfahrenheit leichte Opfer.