• Praktische Führerscheinprüfung

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    • fahrschulefinden – Team | Führerschein | 337 days ago
    • Praktische Führerscheinprüfung, Praktische Prüfung
    • Vor dem Fahren ohne Fahrschullehrer neben sich, stehen für einen Fahrschüler nach den absolvierten Pflichtstunden in Theorie und Praxis die Prüfungen in beiden Bereichen an. Dabei baut die Praktische Führerscheinprüfung auf die Theoretische Führerscheinprüfung auf. Das heißt im Klartext: Ohne bestandene Theorieprüfung wird es keine Fahrprüfung im Pkw geben. Der Weg zum Führerschein Klasse B führt deshalb über die Theorie und die Praxis. Nur wer beides besteht, kann sich dann als Fahranfänger in ein Fahrzeug setzen und sich endlich der Freiheit des Fahrens ohne Fahrlehrer erfreuen, der Kommandos gibt und einem das eine oder andere Mal richtig auf die Nerven gegangen ist.

      Welche Vorraussetzung gibt es für die praktische Führerscheinprüfung?

      Die wichtigste Vorraussetzung ist das erfolgreiche Bestehen der theoretischen Prüfung. Dadurch erhältst du auch die Möglichkeit, schon einmal eine Prüfung für den Führerschein zu erleben, was dir vielleicht hilft, besser mit den Gegebenheiten klar zu kommen.

      Auch dein Fahrlehrer wird sein Übriges dafür tun, dass du die praktische Prüfung bestehst. Im Rahmen der theoretischen und praktischen Ausbildung zum Führerschein lernt er dich kennen und weiß, was du besonders gut kannst und wo du noch ein bisschen Hilfe benötigst. Weiterhin weiß er, an welchem Tag welche Prüfer die Prüfungen abnehmen. Er kann so ebenfalls entscheiden, welcher Prüfer für dich ideal ist.

      Welche Kosten kommen für die praktische Führerscheinprüfung auf dich zu?

      Damit du an der praktischen Prüfung teilnehmen darfst, musst du vorher eine Prüfungsgebühr entrichten. Diese beträgt derzeit etwa 85 Euro. Weitere Gebühren fallen nicht an. Diese hast du bereits vor der theoretischen Prüfung komplett zahlen müssen. Allerdings musst du deine Fahrstunden bezahlen. Deren Kosten können nicht vorausgesagt werden. Erst einmal hängt die Anzahl derselben von deinem eigenen Können und Verstehen ab. Und zum zweiten nimmt jede Fahrschule andere Preise. Diese variieren von Fahrschule zu Fahrschule sehr stark.

      Was musst du zur praktischen Führerscheinprüfung noch mitbringen?

      Mit dem Zahlen der anfallenden Gebühren für die praktische Prüfung hast du den finanziellen Teil abgegolten. Jedoch musst du weitere Voraussetzungen erfüllen, damit du an der praktischen Prüfung teilnehmen darfst. Um wieder das Beispiel der Führerschein Klasse B aufzugreifen, musst du vor Zulassung zur Prüfung innerhalb deiner praktischen Ausbildung fünf Fahrstunden Überlandfahrt, drei Stunden Autobahn und drei Nachtfahrten absolviert haben. An diese sogenannte Spezialausbildung sind zudem folgende Bedingungen geknüpft: Eine der fünf Überlandfahrstunden muss mindestens 90 Minuten dauern (eine Doppelstunde). Das Gleiche gilt für eine der Autobahnfahrten. Die drei Nachtfahrten laufen jeweils mindestens zur Hälfte außerhalb des Ortes ab. Die Sorge um die Einhaltung dieser Bedingungen nimmt dir aber die Fahrschule ab. Dein Fahrlehrer wird überwachen, dass deine praktische Ausbildung den Vorgaben des Gesetzgebers entspricht.

      Jetzt kann´s losgehen – die praktische Prüfung

      Heute ist es soweit, die praktische Prüfung steht an. Bevor die Fahrt beginnt, werden vom Fahrlehrer einige Vorbereitungen getroffen. Dazu gehört das Entfernen aller Fahrschulschilder vom Fahrzeug, damit die anderen Verkehrsteilnehmer nicht wissen, dass es ein Fahrschulauto ist.

      Danach wird dir der Prüfer eine kleine Einführung in den Ablauf der Prüfung geben. Er wird dir mitteilen, wie er seine Anweisungen gibt und was er in bestimmten Situationen von dir erwartet.

      Und das passiert während der Prüfung?

      Nun ist der Augenblick gekommen, in welchem du im Fahrzeug Platz nimmst. Damit beginnt im Grunde die praktische Prüfung, auch wenn dir dies nicht bewusst sein sollte. Du musst nun das Fahrzeug deinen Bedürfnissen anpassen. Man nennt dies auch fahrttechnische Vorbereitung. So musst du zum Beispiel den Sitz einstellen und ebenfalls das Lenkrad und die Spiegel. Ferner darfst du das Anschnallen mit dem Sicherheitsgurt nicht vergessen und du solltest dich vergewissern, dass alle Türen am Fahrzeug ordnungsgemäß geschlossen sind.

      Danach kann es vorkommen, dass dich der Prüfer zum Durchführen von Sicherheitskontrollen auffordert. Er kann etwa von dir verlangen die Funktionalität der Blinker und des Lichtes zu prüfen oder den Zustand der Reifen. Etwaige Sicherheitskontrollen wird der Prüfer mit deinem Fahrlehrer absprechen. Daher bist du auf der sicheren Seite. Dieser weiß schließlich, was er dir beigebracht hat.

      Nach diesen ganzen „theoretischen“ Dingen geht es endlich ans Fahren. Es kann vorkommen, dass der Prüfer von dir die Grundfahraufgaben abverlangt. Das sagt er dir aber in dem Falle vor Beginn der Prüfung.

      Die praktische Prüfung dauert bei der Führerschein Klasse B 45 Minuten. Davon werden 25 Minuten gefahren. Von diesen 25 Minuten wird ungefähr die Hälfte außerhalb des Ortes verbracht. Auf alle Fälle wirst du auf der Autobahn fahren.

      Manchmal werden weitere Führerscheinprüflinge zur Prüfungsfahrt mitgenommen. Dafür müssen aber alle Mitfahrenden vorher zustimmen. Sollte es dir also nicht passen, dass ein weiterer Prüfungsanwärter während deiner Prüfung im Fahrschulauto sitzt, kannst du das ablehnen.

      Eine Prüfung ist für den zu Prüfenden immer eine große psychische Belastung. Bei der Führerscheinprüfung darf der Prüfer diese nicht zusätzlich erhöhen. Machst du Fehler, werden dir diese erst nach der Prüfungsfahrt offenbart. Es sei denn, sie sind so gravierend, dass der Prüfer die Prüfungsfahrt sofort abbricht.

      Endlich geschafft – die Prüfung ist zu Ende

      Zum Ende der Prüfung bekommst du sofort gesagt, ob du bestanden hast oder nicht. Warst du erfolgreich, kannst du normalerweise deinen Führerschein gleich mitnehmen. Du darfst diesen auch sofort nutzen. Du kannst also gleich vom Prüfungsort aus mit dem Auto deiner Eltern eine Spritztour machen, wenn diese das erlauben.

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