• MPU Gutachten

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    • fahrschulefinden – Team | MPU | 188 days ago
    • MPU Gutachten, MPU-Gutachten
    • Wenn die Aufforderung zur MPU erfolgt, dann muss diese Erstellung des entsprechenden Gutachtens beauftragt werden. Auftraggeber bis immer Du selbst als Betroffener, niemals die Polizei oder die Führerscheinstelle. Aus diesem Grund solltest Du sorgfältig darauf achten, welchen Vertragsvereinbarungen Du mit Deiner Unterschrift zustimmst.

      Gesetzliche Grundlage

      Das Gesetz, dass die Anordnung einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung regelt, sagt folgendes: “Die Behörde kann die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens anordnen…” Für die Praxis heißt dass, das die Führerscheinstelle eine MPU anordnet. Die Aufforderung geht mit einer Begründung für die Anordnung der MPU direkt an den Betroffenen. Dabei wird gleichzeitig mitgeteilt, dass Du die MPU in eigener Verantwortung und auch auf eigene Kosten durchführen lassen musst. Weiterhin wird eine Frist genannt, bis zu der eine MPU-Gutachten vorliegen muss. Wenn Du eine Begutachtungsstelle ausgesucht hast, musst Du die Fahrerlaubnisbehörde darüber informieren. Die Behörde formuliert einige Fragestellungen zu Deinem besonderen Fall, die im Gutachten beantwortet werden müssen.

      Anforderungen an das Gutachten

      Wenn Du jemanden mit der Erstellung eines MPU-Gutachtens beauftragst, dann hast Du gleichzeitig auch den Anspruch darauf, dass das Gutachten mängelfrei ist und alle Fragen der Führerscheinstelle beantwortet wurden. Ein MPU Gutachten darf außerdem nicht überwiegend aus vorgefertigten allgemeinen Textblöcken bestehen, sondern es muss konkret auf Deinen speziellen Fall eingegangen werden. Wenn das Gutachten Mängel hat, dann kannst Du bei der Begutachtungsstelle eine Nachbesserung des Gutachtens fordern.

      MPU Gutachten immer erst selbst lesen

      In manchen Verträgen ist festgelegt, dass das Ergebnis der Medizinisch Psychologischen Untersuchung direkt an die Fahrerlaubnisbehörde übersandt wird. Diesem Punkt solltest Du auf keinen Fall zustimmen, denn ist das MPU Gutachten erst einmal bei der Behörde eingetroffen, dann hat es auch Gültigkeit. Im Falle eines negativen Ergebnisses hat dies dann unangenehme Auswirkungen auf Dich und die Rückerlangung Deines Führerscheins. Ein negatives Ergebnis wird für 15 im Verkehrszentral-Register und für 10 Jahre in der Führerscheinakte gespeichert und führt natürlich auch dazu, dass Du Deinen Führerschein nicht zurückbekommst. Deshalb immer klarstellen, dass Du selbst das Gutachten ausgehändigt bekommst. Es ist Dein Recht, selbst zu entscheiden, ob das Ergebnis weitergegeben wird oder nicht.

      Wenn das Ergebnis der MPU negativ ausfällt, dann muss der Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis unverzüglich wieder zurückgezogen werden.

      Positives Gutachten mit der richtigen Vorbereitung

      Damit dieser Fall nicht eintritt, solltest Du auf jeden Fall gut vorbereitet in die Medizinisch Psychologische Untersuchung gehen. Verschiedenste Unternehmen bieten eine mehr oder weniger hochwertige Vorbereitung auf die MPU. TÜV-Zertifizierung, die Zusammenarbeit mit Verkehrspsychologen und ein ordentlicher schriftlicher Vertrag sind gute Hinweise auf seriöse Anbieter, bei denen eine gute Chance besteht, dass Du die MPU anschließend mit positivem Gutachten hinter Dich bringst.

      Tipps für ein positives MPU Gutachten

      Je nachdem, aus welchem Grund der Führerschein entzogen wurde und die Medizinisch Psychologische Untersuchung angeordnet wurde, gibt es ganz unterschiedliche Strategien. In jedem Fall wird von dem Betroffenen eine Anerkennung seines eigenen Fehlverhaltens erwartet. Auch die weitere Vorgehensweise und die Einsicht, dass Du in Zukunft abstinent (im Falle von Alkohol und Drogen) oder kontrollierter (im Falle von anderen Verkehrsdelikten) im Straßenverkehr sein musst, werden vorausgesetzt. Die Begutachtungsstellen haben alle gleich hohe Anforderungen und verlangen eine wirklich intensive Auseinandersetzung sowohl mit dem Fehlverhalten selbst als auch mit den Strategien für die Zukunft. Darüber hinaus müssen diese Einsichten dem Gutachter bei der MPU auch noch klar und einleuchtend vermittelt werden.

      Sinnlos und sogar schädlich ist es, die Schuld bei anderen zu suchen und sich selbst als Unglücksrabe darzustellen. Eine Änderung des Verhaltens und eine tiefe Einsicht müssen deutlich erkennbar sein und auch so formuliert werden.

      Wer zum Beispiel dem Chef die Schuld für zu schnelles Fahren zuschiebt oder meint, es wäre Pech, dass er eben erwischt worden sei, der ist schon von vornherein „durchgefallen“. Diese Haltung zeigt keine Einsicht, dass man selbst verantwortlich für sein Verhalten ist.
      Um den Gutachter davon zu überzeugen, dass man sich wirklich geändert hat, braucht man eine lückenlose und glaubhafte Argumentationskette, bei der erklärt wird, warum man früher so gehandelt hat, warum man sich geändert hat und aus welchen Gründen jetzt kein Risiko für weiteres Fehlverhalten mehr besteht.

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