
Für einen kurzfristigen Nachweis von Ethylglucuronid ist die Urinuntersuchung gut geeignet, ist es aber erforderlich, den Alkoholkonsum längerfristig nachzuweisen, bzw. auszuschließen, eignet sich die Haaranalyse erheblich besser.
Ethylglucuronid ist ein Abbauprodukt von Alkohol, das sich im Organismus wiederfinden lässt und sich deshalb auch in der Haarstruktur nachweisen lässt. Der aussagekräftige Marker wird dort langfristig und nachweisbar eingelagert. Je nach Haarlänge kann so der Alkoholkonsum bis zu einem Jahr zurückverfolgt werden. Dabei gilt als Grundlage, dass das Haar im Monat einen Zentimeter wächst.
Im Gegensatz dazu kann das Ethylglucuronid im Urin nur etwa fünf Tage nachgewiesen werden. Damit kann man in erster Linie Alkoholkonsum nachweisen, der im Laufe dieser Zeit erfolgt ist.
Um mit Urinproben die Alkoholabstinenz als Ergänzung zu einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung nachzuweisen, sind regelmäßige Proben in kurzen Abständen abzugeben. Anders bei dem Nachweis über das Haar: Mit der MPU Haaranalyse Alkohol werden alle Informationen über den Alkoholkonsum im Sperrzeitraum auf einmal gesammelt. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. In der Regel ist die einmalige Haaranalyse kurz vor der MPU günstiger als das Urin-Screening über den gleichen Zeitraum
Damit das Untersuchungsergebnis von der Begutachtungsstelle anerkannt wird, müssen der Probe mindestens drei Zentimeter lange Haare zugrunde gelegt werden. Weiterhin muss die Auswertung von einem TÜV-zertifizierten Labor vorgenommen werden und die Entnahme der Haarprobe für die Analyse muss unter Aufsicht vorgenommen werden. Nur dann wird anerkannt, dass das Haar auch wirklich von der Person stammt, die zur Medizinisch Psychologischen Untersuchung vorgeladen ist.
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