
Einen der berüchtigten Punkte im Verkehrszentralregister (VZR) in Flensburg kann man schon bei relativ kleinen Delikten bekommen. Wer es jedoch mit dem Regelbruch im Straßenverkehr übertreibt, der ist schnell bei der Höchstpunktzahl angekommen. Dann heißt es erst einmal auf den Führerschein zu verzichten. Will man die Fahrerlaubnis zurück, dann geht das nur über eine MPU. Punkte erhält man zum Beispiel, wenn man bei Rot über die Ampel fährt, bei großen Geschwindigkeitsübertretungen und natürlich auch bei Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr. Dichtes Auffahren und Überholen im Überholverbot, aber auch die geringe Profiltiefe der Reifen sorgen dafür, dass der Punktestand im VZR ansteigt.
Im Verkehrszentralregister werden all diese Vergehen zusammen mit Deinen persönlichen Daten mit einem Punktsystem bewertet und abgespeichert
Erstaunlicherweise sind es oft Fahrer mit dicken Autos, die die 18 Punkte erreichen und dann den Führerschein abgeben müssen. Bei deren Delikten handelt es sich meist um Geschwindigkeitsübertretungen oder rücksichtsloses Fahren. Insgesamt ist jedoch die Anzahl an Fahrern gering, die ihren Führerschein wegen dem Erreichen der Höchstpunktzahl in Flensburg abgeben müssen. Überhaupt sind von den mehr als 50 Millionen Kraftfahrern in Deutschland nur ca. 13 %, also etwa 6,5 Millionen im VZR registriert. Der Anteil an Frauen, die Punkte wegen Geschwindigkeitsübertretungen oder anderer Delikte haben, ist ebenfalls verschwindend gering.
Geht es jedoch um Punkte wegen Alkohol- und Drogenkonsum oder Medikamentenmissbrauchs haben die Frauen in den letzten Jahren leider aufgeholt.
Wer wegen der Höchstzahl an Punkten zur Medizinisch Psychologischen Untersuchung muss, der hat es nicht leicht. Die Gutachter haben hohe Ansprüche und erwarten von den Betroffenen ein sehr hohes Maß an Einsicht, das unangemessene Fahrverhalten und die Gründe dafür müssen komplett aufgearbeitet sein. Dass es Dir leid tut und dass Du fest vorhast, Dich zu ändern, wird als Argument längst nicht ausreichend sein. Auch Entschuldigungen für Geschwindigkeitsübertretungen wie Stress oder Zeitnot sind nicht sehr hilfreich. Diese Argumentation ist für die Gutachter nichts Neues und reicht bei weitem nicht aus, dass sie ein positives MPU-Gutachten ausstellen. Es ist ein Irrglaube, dass eine MPU Punkte leichter zu bestehen wäre, als zum Beispiel eine MPU Drogen oder gar eine MPU Alkohol.
Gerade hier muss der Betroffene im Gespräch seine Einsicht zeigen und auch beweisen, dass er sich wirklich gründlich mit seinem früheren Fahrverhalten befasst hat. Die Gründe, warum eine Änderung des Verhaltens eingetreten ist und warum diese Veränderung auch stabil bleibt, muss sehr schlüssig nachgewiesen werden. Selbstkritik ist hier oberstes Gebot, weiterhin muss das nun verbesserte Verantwortungsgefühl bewiesen werden. Gleichzeitig müssen auch neu entwickelte Strategien vorgestellt werden, mit denen Du künftig im Straßenverkehr Fehlverhalten vermeiden willst. Diese Konzepte müssen aber unbedingt einen Bezug auf Deine persönliche Lebenssituation haben, um glaubhaft zu wirken.
Gerade bei dieser Medizinisch Psychologischen Untersuchung kommt man wohl nicht um einen gründliche Vorbereitung beim Experten herum. Gute Anbieter gewähren eine Rückgabe des Honorars, sollte die MPU für Dich nicht positiv ausgehen.
In der Vorbereitung auf die MPU Punkte wird dafür gesorgt, dass Du den Psychologen nicht mit allgemeinem Bla-Bla kommst, das sie jeden Tag von den Betroffenen hören. Es wird ein eigens auf Dich zugeschnittenes Konzept entwickelt, in dem alle Punkte, die für die Begutachter wichtig sind, zusammengefasst und schlüssig dargestellt werden.
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