Eine Studie hat das ans Tageslicht gebracht, was viele Interne schon länger vermutet haben: Automobil Händler haben einen zu geringen Verdienst. Nahezu alle Autohändler, die bei der Studie “Erfolgreiche Sanierung und Restrukturierung im Automobilhandel” unter die Lupe genommen wurden, sind von dieser Tatsache betroffen. Es habe sich ebenfalls herausgestellt, dass es eine große Kluft zwischen florierenden Geschäften und sanierungsbedürftigen Unternehmen gibt, und diese Spanne auch weiterhin zunehmen wird, meinte dazu der Geschäftsführer der Dekra Consulting Christian Polzer. Weiter führt er aus: “Die strukturellen Probleme der Branche sind nach wie vor vorhanden. Das Rabattniveau war im Neuwagengeschäft deutlich zu hoch”. Eine große Schuld an diesem Zustand trage wohl die Vernachlässigung des Handels mit gebrauchten Fahrzeugen, da gerade der Verkauf der Neuwagen nach der Abwrackprämie so gut voran geschritten war. Und aus diesem Grund betrifft das Ungleichgewicht bei den Verdienstender Autohändler nicht nur kleine Betriebe, sondern auch große Autohäuser. Die Autoren der Studie konnten ebenfalls festhalten, dass zwar die Eigenkapital Quote der Händler stabil bei 11% blieb, höhere Standtage der Fahrzeuge und damit verbunden eine höhere Lagerhaltung aber zu höheren laufenden Kosten geführt hätte.
Eine Verbesserung dieser Situation ist laut der Dekra Consulting nicht in Sicht. Lediglich eine vorteilhafte Personalentwicklung, ein innovatives Kostenmanagement, eine klare Handelsstrategie und die Nutzung neuer Chancen könnten die kleinen Autohändler in Zukunft vor dem Untergang bewahren. Diese Voraussetzungen seien überraschender Weise jedoch bislang nicht flächendeckend umgesetzt worden. Aus diesem Grunde ist es den Unternehmen zu raten, sich möglichst schnell auf den Trend ein zu stellen und entsprechend zu reagieren.
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