Es gibt Dinge, die die Polizei öfter sieht, und Dinge, die man eher seltener zu Gesicht bekommt. Auf der A 5 ist nun letzteres geschehen. Eine Polizeistreife der Autobahnpolizei hielt einen georgischen Wagen an und hatte wohl zunächst einfach nur das Gefühl das etwas nicht stimmen könnte.
Viele Polizisten hätten auf Drogen, oder anderes Schmuggelgut getippt, nicht aber auf das was die Beamten vorfanden. Zunächst sollte der Fahrer den Polizisten Führerschein und Fahrzeugpapiere aushändigen. Als könne den Georgier kein Wässerchen trüben gab er diese auch sofort bedenkenlos in die Obhut der Polizisten.
Diese schauten erst einmal, dann zweimal und erkannten sofort, dass dieser Führerschein gefälscht wurde. Auch die danach folgende Überprüfung ergab, dass der dort auf dem Bild munter lächelnde Mann nicht existent war, zumindest nicht mit dem Namen und der Anschrift die im Führerschein angegeben waren.
Wahrscheinlich hatte der Georgier sehr viel Geld für diese Fälschung bezahlen müssen, die dann nicht einmal sonderlich gut war. Denn was ein geschultes Auge so alles sehen kann, war dem Fälscher zu dem Zeitpunkt wohl nicht klar.
Der Fahrer machte keine Angaben dazu, wo er den Führerschein her hatte, muss nun aber mit einem Verfahren in Deutschland rechnen. Dazu kommt eine Mindeststrafe von 1000 Euro und das, was aus der Gerichtsverhandlung resultieren wird.
Der Führerschein wurde natürlich einbehalten, da dies während der Verhandlung als Beweismittel gegen den Fahrer verwendet werden wird. Die Polizisten hatten den Mann jedoch nicht verhaftet, da hierfür kein Bedarf herrschte, auch wenn Dokumentenfälschung kein Kavaliersdelikt ist.
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