In Münster wird dagegen gewettert, in Düsseldorf ist es bereits an der Tagesordnung. Wie bekommt man randalierende Menschen unter Kontrolle? Man nimmt ihnen den Führerschein ab und lässt sie bei der MPU antreten. Ersttätern wird der Führerschein nicht direkt entzogen, sie werden für eine psychologische Untersuchung vorgemerkt und bekommen Post mit der Aufforderung sich pünktlich zu melden.
Kommen die Straftäter und Randalierer dieser Aufforderung nicht nach, ist das Ordnungsamt dazu berechtigt ihnen den Führerschein abzunehmen. Dabei ist es völlig egal ob sie in häusliche Gewalt verwickelt waren, oder aber unter Randalierern im Fußballstadion erwischt wurden.
In Düsseldorf läuft dieses Projekt bereits erfolgreich und auch in Münster werden neuerdings aggressive Menschen zur medizinisch psychologischen Untersuchung eingeladen. Schaffen sie es nicht diese zu überstehen, wird ihnen die Fahrerlaubnis entzogen.
Düsseldorfer fragen sich allerdings nun warum die Münsteraner ihr Projekt als ein Modellprojekt bezeichnen und vermuten das es noch nicht bis ins Münsterland vorgedrungen ist, das Düsseldorf dieses „Projekt“ bereits seit längerem, genauer gesagt seit 2002 erfolgreich anwendet.
Bei 332,01 Euro die das Gutachten der medizinisch psychologischen Untersuchung kostet, überlegt sich so manch einer, ob er noch mal negativ auffallen möchte. Dabei ist es völlig egal, ob dies im Straßenverkehr, oder bei anderen Vergehen gegen das Gesetz geschieht. Letztes Jahr waren es 19 Menschen die in Düsseldorf nachweisen mussten, dass sie sich hinter das Steuer eines Fahrzeuges gehören. Dieses Jahr waren es bereits 26 Personen allein in den ersten 4 Monaten. Hartes durchgreifen ist nicht nur im Straßenverkehr wichtig, sondern auch bei anderen Delikten und so hofft man, dass man die Kriminalität wieder etwas eindämmen kann.
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