• Manche Gerichtsverfahren dauern einfach zu lange

    • So wurde jetzt erst ein Fall vor dem Amtsgericht in Bad Hersfeld verhandelt, der sich bereits im Juni 2010 zugetragen hatte. Damals war eine Frau in die Autobahnpolizei bei Solms gelaufen gekommen. Sie gab zu Protokoll, dass sie jemand nicht nur bedrängt, sondern auch ausgebremst und bedroht hätte.

      Die Dame hatte wohl nachdem die beschränkte Geschwindigkeit aufgehoben war wieder Gas gegeben und bemerkte dann, dass ein Fahrzeug was sich kurze Zeit hinter ihr befand, sie überholen wollte. Der Herr, welcher am Steuer des überholenden Fahrzeuges gesessen hatte, soll auf einer sehr engen Strecke eine ganze Weile auf gleicher Höhe gefahren sein, um beleidigend und wild Zeichen zur Frau hinüber zu schicken. Diese habe sich derart genötigt gefühlt, dass sie auf die Bankette ausgewichen sei. Der Mann hatte angeblich noch nicht genug und bremste heftigst ab, so dass die Dame fast im Graben landete. Der männliche Fahrer sei ausgestiegen und auf sie zugelaufen, das wiederum machte der Fahrerin Angst und sie fuhr direkt an ihm vorbei um dieser brenzligen Situation zu entkommen.

      Der Herr verfolgte sie in seinem Wagen und versuchte dieses Manöver 2 weitere male. Der Herr der dazu natürlich ebenfalls Stellung nehmen durfte, sagte aus, dass er die Dame überholen wollte, dann jedoch gemerkt hatte das er dies nicht schaffte. Das Gestikulieren sollte lediglich al eine Bitte dargestellt sein, das sie ihn doch vorbei fahren lassen sollte. Hier standen dann natürlich Aussage gegen Aussage. Die Richterin hat daraufhin das Verfahren eingestellt, da man dem Herrn hätte sowieso nicht den Führerschein abnehmen können, da er mittlerweile diesen verloren hatte und in Kürze zur MPU geladen ist.

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