• MPU für Elektrorollstuhl

    • Bislang galt die MPU immer nur als Untersuchung, die bei auffällig gewordenen Personen dafür sorgen sollte, dass das Risiko auf einen erneuten Zwischenfall wesentlich geringer wird.

      Was jetzt allerdings in Maidbronn geschah glaubt man zunächst einmal nicht, selbst wenn man es schwarz auf weiß ließt.

      Dort hat die AOK nun einem Senioren vorerst den elektrischen Rollstuhl abgelehnt da man der Verkehrstauglichkeit nicht trauen würde. Es sei dazu gesagt, dass der Herr bis zu seiner Rente immer nur große LKWs gefahren hat und dabei nicht einen Punkt in Flensburg geholt hat.

      Nun ist die einzige Chance, wie der ältere Herr seine Verkehrstauglichkeit beweisen kann, die medizinische psychologische Untersuchung, die sonst sehr häufig von alkoholauffälligen Personen durchlaufen werden muss. Das dies in keiner Relation steht, sieht die Krankenkasse leider bislang nicht.
      Netterweise hat die Krankenkasse dem Herrn die Adresse des TÜVs gleich mitgeschickt. Dort soll er nun an der MPU teilnehmen. Für einen Test der zwischen 1 ½ und 2 ½ Stunden dauert belaufen sich die Kosten auf 350 Euro, die natürlich nicht von der AOK gezahlt werden. Angeblich soll die AOK ärztliche Gutachten vorliegen haben, die beweisen sollen, das man nicht davon ausgehen kann, dass der Herr keine Verkehrsgefährdung sei und darum müsse man auf die MPU bestehen.

      Die AOK besteht darauf, dass man hier den Einzelfall sehen müsse. Den Einzelfall, der sein Leben lang egal ob Schnee, Regen oder Sonnenschein, LKWs gefahren sei? Viele Menschen zweifeln im Internet bereits diese Aussage an und der Rentner selber überlegt sich mit der Sache vor das Sozialgericht zu ziehen, denn sozial ist diese Entscheidung bei weitem nicht.

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