Münster geht nun mit gutem Beispiel voran, denn Gewalttäter sollen in Zukunft in Münster den Führerschein abgeben, wenn die Gewalttat sehr hoch eingestuft wurde.
Dann hilft der Person nur noch eine MPU um wieder an die geliebte Fahrerlaubnis zu kommen. So sollen kriminelle Schläger dazu aufgefordert werden zweimal nachzudenken, ob sie zuhauen oder sich doch lieber nur mit Worten auseinander setzen.
Gegner dieses Pilotprojektes sagen zum einen, dass diese Menschen nicht denken wenn sie handeln und zum anderen dass viele gerade wegen ihrer kriminellen Ader weiter mit dem Auto fahren werden, in der Hoffnung nicht erwischt zu werden.
Der Verlust der Fahrerlaubnis wird nicht zeitlich begrenzt, dadurch soll die Abschreckung erhöht werden. Auch die Gerichte stehen voll und ganz hinter diesem Pilotprojekt, denn Gewalttäter können auch im Straßenverkehr eine tickende Zeitbombe sein.
Düsseldorf sieht das ganze etwas anders. Sie wollen den Gewalttätern erst dann den Führerschein entziehen, wenn sie auch durch die medizinisch psychologische Untersuchung gefallen sind. Also genau das Gegenteil vom Münsteraner Projekt. Krefeld hingegen überlegt, ob man nicht die gleiche Schiene fahren sollte wie Münster und zeigten sich bereits sehr interessiert.
So sind die Meinungen gespalten, ob man zuerst eine MPU nutzen sollte, um einen Gutachter entscheiden zu lassen ob die Person im Straßenverkehr gefährlich werden kann oder nicht, oder ob man sofort den Führerschein abnimmt und der Gewalttäter dann eine MPU beantragen kann, da sind sich die Städte nicht recht einig. Remscheid steht eher hinter Düsseldorf, Solingen und auch Wuppertal möchten zunächst die Erkenntnisse abwarten, welche Münster aus dem Projekt zieht, bevor sie sich entscheiden.
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